Auch wenn das Oktoberfest schon in vollem Gang ist und sich sogar schon dem Ende zuneigt, denken wir, dass es nie zu spät ist für Ratschläge und Tipps rund um das größte Volksfest der Welt – zumal diese auch für alle kommenden Oktoberfeste gültig bleiben. Und natürlich erwarten wir für den Endspurt bis zum 4. Oktober noch viele Gäste in München!

After-Wiesn: Da die Bierzelte schon um 23 Uhr schließen, kann man danach auf jeden Fall noch weiter feiern. Die angesagtesten Locations: Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz (täglich außer sonntags) Hippodrom im Postpalast an der Hackerbrücke (täglich), Palais Lenbach (donnerstags und am Wochenende), Parkcafé (donnerstags bis sonntags)

Brezn: Zum Wiesnbier schmeckt sie am besten. Für den größeren Hunger gibt es dann das Hendl dazu.

Dirndl: Eigentlich werden in Bayern die jungen Mädchen so genannt, aber hier ist das traditionelle Trachtenkleid gemeint. Traditionell sollte das Dirndl knöchellang sein, aber auf jeden Fall knielang. An Minidirndln und Landhausmode erkennt man leider meistens die Touristen! Aufpassen muss Frau aber beim Binden der Schürzenschleife: Schleife links signalisiert, dass man Single ist und einem Flirt nicht abgeneigt, Schleife rechts bedeutet, dass man vergeben ist und hält, auch wenn dies nicht stimmt, zumindest unliebsame Verehrer auf Distanz.

Gaudi: „Ja so a Gaudi!“ Damit äußert der Bayer seine Begeisterung für das Geschehen um sich herum. Und das passt auf jeden Fall zur Wiesn. Das Wort Gaudi leitet sich vom lateinischen Wort „gaudere“ ab, das „sich freuen“ bedeutet.

Hendl: Ein knuspriges Hendl gehört zu den am meist verkauften Spezialitäten auf der Wiesn und liefert eine gute Grundlage für den Bierkonsum.

Italienerwochenende: Dieses Jahr haben wir es schon hinter uns! Traditionell kommen am zweiten Wiesnwochenende Tausende von Italienern nach München, um auf dem Oktoberfest zu feiern.

Jodeln: Auf der Wiesn wird hauptsächlich in den Bierzelten oder beim Standkonzert an der Bavaria gejodelt. Für Ungeübte und Nichtbayern eignen sich häufige Wiederholungen des Satzes „Hol a Rührei, hol a Radio“ zum Üben und zur Lockerung der Zunge.

Oktoberfest-Hits: Neben dem alljährlichen Wiesnhit gibt es viele zeitlose Songs und Melodien, die man nicht nur kennen sollte sondern bei denen man mindestens auch den Refrain mitschmettern können sollte – damit man sich vor dem Banknachbarn nicht blamiert.
Die wichtigsten: „Ein Prosit, ein Prosit der Gemütlichkeit“ (Bierzelt-Hit), „Life is life – nanananana“ (Opus), „Da sind wir dabei! Das ist prima! Viva Colonia!“ (Viva Colonia – Höhner), “Alice, who the fuck is Alice“ (Who the fuck is Alice – Smokie), „It’s fun to stay at the y-m-c-a.“ (YMCA – Village People), „Sierra, Sierra Madre del Sur“ (Sierra Madre – Zillertaler Schürzenjäger), „Hey hey baby! Uh! Ah! I wanna know if you’ll be my girl“ (Hey Baby! – DJ Ötzi)

Trinkgeld: Geben Sie der Wiesnbedienung gern ein großzügiges Trinkgeld. Erstens leistet sie wirklich harte Arbeit, um Sie zufrieden zu stellen. Zweitens werden Sie aber auch merken, dass Sie schneller ein frisches Bier bekommen und auf jeden Fall bevorzugt bedient werden.

Vogelpfeifer: Wem das Jodeln überhaupt nicht gelingen will, der geht zum Vogelpfeifer-Stand und kauft sich ein Päckchen Vogelpfeifen. Doch auch hier braucht es Übung, um einen Ton hervorzubringen. Fragen Sie den Münchner Vogelpfeifer!

Wiesn-Husten: Die vielen Menschen auf engstem Raum sind eine Einladung für alle Viren und Bakterien. So gehört es auch zur Wiesn, dass spätestens zum Ende des Oktoberfestes viele Besucher an einer Erkältung leiden.
Wir wünschen allen Münchnern und Münchenbesuchern noch ein paar schöne Wiesentage und viel Spaß beim Feiern.