Historie des Eden Hotel Wolff

Im Jahr 1890 wurde in der damals noch verschlafenen bayerischen Hauptstadt München die so genannte „Salzstraße“ umbenannt in Arnulfstraße. Namensgeber war der jüngste Sohn des Prinzregenten Luitpold. In eben diesem Jahr erwarb der Kaufmann Carl O. Wolff aus Plauen im Vogtland auch das Grundstück No.4 an der Arnulfstraße, baute es aus und eröffnete unter seinem Familiennamen das „Hotel Wolff“. Dies geschah nicht ohne reifliche Überlegung, denn genau gegenüber dem Hotel hatte man 11 Jahre zuvor mit dem Bau eines neuen Bahnhofs begonnen, der Münchens Bedeutung als Residenzstadt unterstreichen sollte.

Nach dem 1.Weltkrieg entschloss sich die Familie Stengel 1919 das Jugendstilhaus zu kaufen und machte es in den 20er Jahren zu einem beliebten Treffpunkt der eleganten Münchner Gesellschaft.

Gute Geschäftsjahre förderten den Ausbau, aber auch harte Inflationszeiten und die Weltwirtschaftskrise Ende der 30er Jahre waren zu überstehen. In den Kriegsjahren 1944/45 wurde das Hotel durch Bombenangriffe stark beschädigt und der wunderschöne Jugendstil-Speiseraum vollkommen zerstört. Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau und 1948 konnte das Restaurant wieder eröffnet werden. Die Eröffnung des Hotels erfolgte dann zu den Oberammergauer Passionsspielen 1950.

1953 erwarb die Familie Stengel das benachbarte Grundstück des im Krieg stark zerstörten „Eden-Hotels“, auf dem sich zwischenzeitlich das Café Eden befand. 1955/56 erfolgte dann auf den beiden Grundstücken der repräsentative Neubau des Eden Hotel Wolff. In diesen Neubau war das „Europa-Filmtheater“ integriert und verpachtet.

1987 wurden die Räume des Filmtheaters wieder vom Hotel übernommen, was eine Erweiterung der Hotelhalle sowie des Angebots an Tagungskapazitäten ermöglichte. Der größte Konferenzraum des Hotels, der Europa-Saal, wurde anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Hotels im Jahr 1990 eingeweiht und eine umfangreiche Neugestaltung der Hotelhalle und der Kaminbar fertig gestellt.

Das Restaurant gehörte von Anfang an zum Eden Hotel Wolff. Sein wunderschöner Speiseraum im Jugendstil wurde schnell ein beliebter Treffpunkt der eleganten Münchener Gesellschaft. Leider wurde dann in den letzten Monaten des 2.Weltkriegs bei massiven Bombardements der Bahnhofsgegend auch ein großer Gebäudeteil des Hotels inklusive des Restaurants zerstört. Im Jahr 1948 konnte man letzeres jedoch bereits wieder eröffnen.

Seinen ursprünglichen Namen „Zirbelstube“ verdankte das Restaurant dem Zirbelholz, das in seinem jetzigen natur belassenen Farbton dem Restaurant eine ganz besondere Atmosphäre verleiht – eine Mischung aus Eleganz und rustikalem Flair. Die „Tonne“, ein Gewölbe, das sich als Nebenraum an das Hauptrestaurant anschließt, vermittelt mit seiner Einrichtung bayerische Bodenständigkeit. Im hinteren Teil des Restaurants befindet sich das Rembrandtzimmer, das die Kriegswirren unbeschadet überstanden hat und sich daher als einziger Raum des Hotels noch im Originalzustand aus dem Gründungsjahr befindet. Das Rembrandtzimmer bietet getrennt vom täglichen Restaurantbetrieb und im Angesicht der von Rembrandt porträtierten Edelmänner einen gediegenen Rahmen sowohl für Familienfeiern als auch für Geschäftsessen. 2015 wurde das Restaurant anlässlich des 125-jährigen Hoteljubiläums umbenannt und wird nun unter dem Namen Peter & Wolff geführt.

Nach wie vor sind das Eden Hotel Wolff und sein Restaurant eine beliebte Adresse für jedermann, der einen zentralen Treffpunkt in München sucht, denn sowohl die Nähe zum Hauptbahnhof als auch der Anschluss an alle öffentlichen Verkehrsmittel und den Flughafenbus machen sie auch für Ortsfremde leicht auffindbar.